Schon lange vor der Corona-Krise hatten wir Mitarbeiter*innen, die von zu Hause aus gearbeitet haben. Ob hin und wieder, regelmäßig oder ausschließlich – alle haben ihre Erfahrungen gemacht und an dieser Stelle ihre Tipps gebündet.

TIPP 1: Ziehen Sie sich an!

Zugegeben, es kann verlockend sein, im Trainingsanzug oder gar in Boxershorts vor dem Laptop zu sitzen, wenn keiner hinsieht. Doch wie wir uns kleiden, fühlen wir uns auch und entsprechend fällt das Ergebnis unserer Arbeit aus. Deshalb: Ziehen Sie sich an und zwar so, wie Sie sich im Büro anziehen und Ihren Kolleg*innen präsentieren würden. Nach Feierabend ziehen Sie sich bewusst um – so kann auch Ihr Kopf leichter abschalten.

TIPP 2: Ziehen Sie sich zurück

Gerade für Mütter und Väter bietet die Heimarbeit eine Menge Vorteile. Mindestens ebenso viel Ablenkung ist im familiären Umfeld jedoch auch vorhanden. Um konzentriert arbeiten zu können, sollten Sie sich Ihren Arbeitsplatz deshalb – sofern es die räumliche Situation hergibt – in einem separaten Raum einrichten oder zumindest den gewählten Raum für die Arbeitszeit schließen können.

TIPP 3: Seien Sie erreichbar

Wer im Home Office arbeitet, ist in der Regel nicht an feste Arbeitszeiten gebunden. Das ist praktisch und wohl einer der größten Vorteile. Man kann ausschlafen, in Ruhe frühstücken und Yoga machen, mit dem Hund spazieren, mit den Kindern auf den Spielplatz gehen oder Freund*innen treffen und entweder in Etappen oder erst am Abend arbeiten – ganz flexibel, wie es eben gerade passt. Toll. Für Sie. Für Ihre*n Chef*in oder Auftraggeber*in, die*der ständig mit Ihrem Anrufbeantworter spricht und auf Emails erst mitten in der Nacht Antworten erhält, jedoch anstrengend. Richten Sie feste Zeiten ein, zu denen Sie verbindlich erreichbar sind, richten Sie eine Rufumleitung ein und installieren Sie ein Mailprogramm auf Ihrem Smartphone. So können Sie auch von unterwegs antworten und Ihre Work-Life-Balance wahren.

TIPP 4: Seien Sie NICHT erreichbar

Wie jetzt? Erreichbar sein und NICHT erreichbar sein? Ja, richtig gelesen. Zu gewöhnlichen Geschäftszeiten – also in der Regel zwischen 8 und 18 Uhr (oder zu verbindlich festgelegten und kommunizierten Zeiten) sollten Sie zuverlässig erreichbar sein. Doch auch im Home Office sollten Sie Ihren Feierabend ernst nehmen und darüber hinaus und an Wochenenden weder Emails beantworten, noch Anrufe annehmen. Seien Sie konsequent und gönnen Sie sich bewusste Auszeiten.

TIPP 5: Behalten Sie Ordnung

Hand aufs Herz: Würde Ihr Schreibtisch in einem Büro, das Sie mit Kolleg*innen teilen müssten genauso aussehen, wie Ihr Schreibtisch zu Hause aussieht? Dann haben Sie vermutlich mit Ordnung kein Problem (oder sehr tolerante Kolleg*innen). Ist dem nicht so, sollten Sie sich ein sinnvolles Ordnungssystem zulegen. Das gilt übrigens nicht nur für Ihren Schreibtisch, sondern auch für Ihren PC. Behalten Sie Ordnung und damit den Überblick über Ihre Termine, Aufgaben und Dateien – das spart am Ende viel Zeit und schont die Nerven.

TIPP 6: Achten Sie auf Ihren Körper

Das Home Office verleitet zu einer ungünstigen Arbeitshaltung. Mit Laptop auf dem Schoß auf dem Sofa oder auf dem unbequemen Küchenstuhl am Esstisch geht für kurze Zeit, aber wer mehrere Stunden am Stück arbeiten muss, sollte sich einen vernünftigen, ergonomisch vertretbaren Arbeitsplatz einrichten. Darüber hinaus sind Pausen wichtig und währenddessen sollte Bewegung angesagt sein. Ein kurzer Spaziergang oder gezielte Dehnübungen beugen Rückenschmerzen und verspannungsbedingten Kopfschmerzen vor.

TIPP 7: Bleiben Sie im Kontakt

Damit das Home Office nicht zur sozialen Isolation führt, sollten Sie regelmäßig im Kontakt mit Ihren Kolleg*innen bleiben, auch wenn es das aktuelle Projekt nicht unbedingt fordert.